

DAX Aktuell und Prognose: Der DAX zeigt weiterhin eine moderate Volatilität – und das ist in meinen Augen vor allem dem Makro-Timing geschuldet: Der Markt wartet auf den heutigen Freitag und die US-Wirtschaftsdaten um 14:30 Uhr. Mit Inflationsdaten und Bruttoinlandsprodukt kommen heute die zwei Hebel, die kurzfristig am stärksten auf Preisbildung wirken: Wachstum auf der einen Seite, Inflations- und FED-Politik auf der anderen. Genau diese Kombination erhöht die Wahrscheinlichkeit für einen Volatilitätsimpuls deutlich, selbst wenn der Vormittag noch „ruhig“ wirkt. Ich gehe deshalb nicht davon aus, dass das aktuelle Tempo bis zum US-Release unverändert bleibt.
Technisch bleibt das Bild im DAX leicht konstruktiv, aber weiterhin klar verschachtelt: Das Long-Momentum ist noch vorhanden, nur eben dünn und nicht sauber trendend. Die Value-Area-Low der Vorwoche wurde dabei nahezu ideal genutzt – der Markt konnte dort sauber ansteigen und „abprallen“, was die Zone als aktiven Strukturanker bestätigt. In so einem Regime ist die Leitfrage weniger „Richtung“, sondern „wo ist die nächste tragfähige Verortung?“, denn genau dort entsteht wieder ein reproduzierbares Chancen-Risiko-Profil. Wichtig ist: Solange die Struktur verschachtelt bleibt, sind impulsive Bewegungen nach Daten zwar möglich, aber sie sind nicht automatisch trendstabil.
Operativ will ich vor den Nachrichten auf keinen Fall in Überraschungen hineingezogen werden – deshalb positioniere ich mich nicht unmittelbar vor dem Release. Wer dennoch investiert ist, sollte zwingend über Stop-Loss-Absicherung nachdenken und vorab definieren, was in diesem Umfeld noch tolerierbar ist; die relevanten Anker sind entsprechend weiterhin eingezeichnet. Interessant wird es aus Long-Perspektive vor allem dann, wenn das Long-Momentum noch einmal eine „saubere“ Verortung an der Value-Area-Low Februar ermöglicht – dort wäre die Idee, Struktur statt Emotion zu handeln. Ob und wie sich diese Chance entwickelt, hängt heute sehr direkt davon ab, wie der Markt die Impulse um 14:30 Uhr verarbeitet.
Viel Erfolg,
Ihr Dennis Gürtler.
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Entscheidend ist, den Stop-Loss wie immer sofort auf das Einstiegsniveau nachzuziehen, um das Risiko zu begrenzen. Wie weit dann der potenzielle Trade läuft, entscheidet wie immer der Markt. Gewinnmitnahmen bei +0.5R, +1R und +2R sind in der Regel sinnvoll. Mit „R“ sind Risikoeinheiten gemeint.
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