

DAX Aktuell und Prognose: Die jüngsten Schlagzeilen rund um Donald Trumps widersprüchliche Verhandlungsrhetorik – einerseits „gute Gespräche“, andererseits neue Zolldrohungen – haben den DAX spürbar unter Druck gesetzt. Die Unterstützungen von gestern wurden sehr dynamisch überrannt, und es kam kaum zu einer nennenswerten Bodenbildung. Das war aus Trading-Sicht ernüchternd, weil genau in solchen News-getriebenen Phasen der Markt nicht „sauber“ über Strukturen arbeitet, sondern Liquidität abrupt abräumt. Im direkten Vergleich wirkt das umso deutlicher, wenn man den Dow Jones danebenlegt: Dort gab es eine Reaktion von über 220 Punkten, während der DAX stärker vom Nachrichtenimpuls belastet wurde und weniger konstruktive Stabilisierung gezeigt hat.
Genau deshalb wird der Prozess heute noch strikter: Unterstützungen werden nur gehandelt, wenn der Markt dort wirklich saubere Umkehrformationen ausbildet. Wenn diese Bestätigung ausbleibt, ist es in einem solchen Umfeld extrem leicht, in den „fallenden Messer“-Modus zu geraten – nicht weil ein Support „falsch“ ist, sondern weil die Orderflow-Dynamik in News-Tapes häufig jede frühe Antizipation bestraft. Das heißt praktisch: erst Stabilisierung sehen, dann handeln, und wenn der Markt ohne Struktur durchrutscht, wird nicht „nachgekauft“, sondern die nächste Station abgewartet. In solchen Sessions entscheidet nicht Mut, sondern Timing und Disziplin.
Für heute liegen die relevanten Unterstützungen an der Anchored VWAP bzw. der Value-Area-Low der aktuellen Woche bei 24.390 Punkten sowie etwas darunter bei 24.320 Punkten. Sollte der Markt in diese Bereiche korrigieren, sind das die Zonen, an denen ein Reversal überhaupt erst prüfbar wird – aber eben nur bei untergeordneter Umkehrformation. Kommt die Bestätigung, entsteht ein sauberes Setup mit definierbarem Risiko; kommt sie nicht, ist das kein „verpasstes Signal“, sondern ein vermiedener Fehler in einem Nachrichtenumfeld, das den DAX aktuell sichtbar anfällig macht.
Viel Erfolg,
Ihr Dennis Gürtler.
Einer der wichtigsten Fähigkeiten erfolgreicher Händler ist die Kompetenz mit, Unterstützungen und Widerständen richtig umzugehen. In diesem Beitrag gehe ich darauf ein wie Anfänger, Fortgeschrittene aber auch erfahrene Händler Unterstützungen sowie Widerstände effizient nutzen können. HIER LESEN
Entscheidend ist, den Stop-Loss wie immer sofort auf das Einstiegsniveau nachzuziehen, um das Risiko zu begrenzen. Wie weit dann der potenzielle Trade läuft, entscheidet wie immer der Markt. Gewinnmitnahmen bei +0.5R, +1R und +2R sind in der Regel sinnvoll. Mit „R“ sind Risikoeinheiten gemeint.
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